
Quelle: Holsteiner Allgemeine 07.02.2026

Mit Henrich von Plauen zurück ins Mittelalter
Aus einem dreibändigen Schmöker mit vielen hundert Seiten hat Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt etwas ganz Besonderes gemacht: eine Zeitreise in das Jahr 1410.
Premiere ist am 27. Februar 2026.
Das Stück basiert auf dem mehrbändigen historischen Roman „Heinrich von Plauen“ von Ernst Wichert (1831-1902), der im Jahr 1881 erschienen ist. Der 22-jährige Junker Heinrich von Waldstein, Heinz genannt, wird von seinem Verwandten Heinrich
von Plauen, dem Komtur von Schwetz, ins Preußenland gerufen. Denn der Deutsche Orden will ins Feld gegen den polnischen König Wladislaus Jagello ziehen. Jagello hat sich mit seinem Vetter Großfürst Witowd von Litauen verbündet. Beide sind Todfeinde des Deutschen Ordens. Auf der Seereise von Lübeck nach Danzig freundet sich Heinz mit dem 24-jährigen Junker Hans von der Buche aus Buchwalde an, der gerade einen mehrjährigen Universitätsaufenthalt beendet hat. Zwei Jahre lang studierte er bei Johann Huß und Hieronymus in Prag und ein Jahr in Bologna. In der Danziger Bucht wird ihr Schiff im Mai 1410 von Vitalienbrüdern unter deren Hauptmann Marquard Stenebreeker geentert. Die Danziger Schiffsbesatzung kann mit Unterstützung der kampfstarken jungen Passagiere, zu denen noch Bartholomäus Groß, der Schwiegersohn des Danziger Bürgermeisters Konrad Letzkau gehört, die Seeräuber überwältigen und dem gaffenden Danziger Krämervolk präsentieren. Die Danziger Ratsherren, alles Kaufleute, wollen die Gefangenen richten. Der Danziger Komtur Johann von Schönfels aber ist anderer Ansicht...
Im Buch folgen auf den Kaperversuch der Vitalienbrüder eine Schilderung des Lebens in Danzig unter dem Deutschen Orden und dessen Kämpfe.

Graue Erbsen und Surminski-Lesung
Graue Erbsen Essen mit Lesung

Mit ihren „Grauen Erbsen süßsauer“ bietet die Küche am Dienstag, 17. Februar 2026 eine ganz besondere Variante des Elmshorner Faschingsessen.
Dazu liest der in Ostpreußen geborene und aufgewachsene Schriftsteller Arno Surminski aus seinen Werken – begleitete vom Echo-Chor aus Elmshorn.
Neben diesem regionalen kulinarischen Highlight – „Süßsauere Graue Erbsen auf ostpreußische Art“ – findet dort ab 19 Uhr ein weiterer kultureller Höhepunkt statt:
nämlich eine Lesung des aus Ostpreußen stammenden Kulturpreisträger der Stadt Hamburg, Arno Surminski („Jokehnen“, „Polniken“, „Die Reise nach Nikolaiken“), im Theatersaal, musikalisch begleitet vom „Echo“-Chor Elmshorn, dessen Treffpunkt die Dittchenbühne ist.
Eintrittspreis 20,00 €
inklusive Essens, Schnaps und Dessert.
Nur mit Voranmeldung:
telefonisch unter 04121-89710 oder per E-Mail unter buero@dittchenbuehne.de.
„Samowar“ deutsch-russlanddeutscher Gesprächskreis
Im neuen deutsch-russlanddeutschen Gesprächskreis „Samowar“ sollen Veranstaltungen speziell für diesen Teil der Bevölkerung in der Krückausstadt und der Umgebung organisieren werden.
Während der „Russischen Weihnacht“ an der Dittchenbühne im Januar haben sich Besucherinnen und Besucher zusammengefunden, die über einen Gesprächskreis am „Forum Baltikums – Dittchenbühne“ als deutsch-russlanddeutsche Gruppe
Veranstaltungen speziell für diesen Teil der Bevölkerung in der Krückausstadt und Umgebung organisieren möchten. Damit soll die Integration weiter gefördert, der
Kontakt untereinander verbessert und das Verständnis für die Spätaussiedler vertieft werden.
Unter dem Namen „Samowar" treffen sich Interessierte erstmals am Mittwoch, 18. Februar 2026, um 15 Uhr in der Dittchenbühne, um über zukünftige Veranstaltungen
zu sprechen. Die Leitung der Gruppe liegt in den Händen von Frida Büchner, die auch die „Russische Weihnacht“ organisiert.


König Ödipus – ganz neu gesehen
Die alte griechische Tragödie von König Ödipus ist in einer Nachdichtung neu entstanden und wird vom „Theater der Ehemaligen der EBS“ ganz fulminant auf die Bühne gebracht – als Solostück, wobei neben dem Darsteller zwei weitere Schauspieler als „Chor“ agieren.
Sönke Weideman wird alle handelnden Personen des Stückes spielen. Die Rolle des Chores, der in der griechischen Tragödie als Bindeglied zwischen Schauspieler und Publikum das Geschehen kommentiert und erläutert, teilen sich Kristina Sommer als begleitende Erzählerin und Volker Schrammeck für die gesungenen Erzählteile. Die musikalische Begleitung am Klavier hat Thomas Kolberg.
Erleben Sie, wie aus einem in der Originalfassung nur schwer zu verstehenden Text einer griechischen Tragödie ein unterhaltsamer Theaterabend wird - und erfahren Sie dabei, was geschieht, wenn man versucht, durch eigene Handlungen seinem Schicksal zu entgehen ...
Kartenvorverkauf: www.eventfrog.de/oedipus